
Auffallen um jeden Preis? Muss nicht sein – manchmal reicht eine verrückte Lackierung aus. Stimmt’s Christian?
Da der Audi A3 zu Recht ein beliebtes Auto zum tunen ist, muss man sich aus der Masse hervortun. Manche konzentrieren sich auf motortechnische Spitzenleistungen, andere gehen den kreativen Weg. Letzteren wählte Christian Klimke für sein 96er Baujahr. Einen Rundumschlag in Sachen
Karosserie und die neugierigen Blicke sind dem stolzen
Besitzer garantiert.
Rundum
Christian hat auch seine Motorleistung nicht ganz stiefmütterlich behandelt. Die originalen 150 PS erhöhte er auf zirka 209. Dabei half das Chiptuning von EIP, Ladedruckerhöhung von 0,7 auf 1,2 bar und die scharfe Nockenwelle. Aufgewertet wird das Maschinenabteil mit viel weißemLack und Airbrush. Die Komponenten für die Abgasanlage setzen sich wie folgt zusammen: drei Zoll Downpipe, BN-Pipes Endschalldämpfer, R32 Endtöpfe.
Die Insassen können die Fahrt in neu installierten originalen Audi-Polstern genießen. Edel wirken die in Klavierlack-Schwarz getünchten Kunststoffteile. Die Zusatzinstrumente für Öltemperatur, Ladedruck und die des Airride brachte der 20-Jährige in den Lüftungsdüsen unter. An dieser Stelle geht ein Dank an SX-Tuning in Oberhausen für den Einbau des G.A.S. Airride. Bis zum Maximum geht der Audi in die Knie. Es wirkt als möchte die Karosserie die hochglanzverdichteten Mercedes Segin Felgen unter sich begraben. Und das obwohl 18 Zoll nicht von schlechten Eltern sind. Kotflügelverbreiterungen von 40 Millimeter vorn und 60 Millimeter hinten bleiben da nicht aus. Die Nankang Bereifung schlägt mit 215/35er Größe zu Buche.
Zick-Zack
Rot und Weiß ist in vielen Bereichen eine perfekte Farbkombination – egal ob bei Pommes oder der österreichischen Flagge oder eben auch bei einem Audi A3. Nichts erinnert mehr an die Originalfarbe Grün. Jetzt findet Lack mit den zauberhaften Namen Red Crystal Shine (für die untere Karosseriehälfte) und White Crystal Shine (für die obere Hälfte) Beachtung. Das weit ineinander übergreifen des Weiß in das Rot in einer zickzackartigen Art und Weise reißt sofort alle Aufmerksamkeit auf den Audi. Zur Abhebung der zahlreichen spitz zulaufenden Formen kommt schwarz ins Spiel. Kumpel Sascha Markus hat die Idee sauber auf das Blech gebracht. Fast ist es kaum verwunderlich, dass die Idee für die Lackierung nach zwei Maß Bier entstand.
Als Vorlage für die Frontansicht dient der große Bruder S3. Von CSR gibt es im Programm die passende Stoßstange. Die Motorhaube erhielt den bösen Blick und der S3-Grill wurde von Christian modifiziert. Die Heckstoßstange ist ebenfalls von CSR. Rieger Zubehör findet sich in Form der Seitenschweller. Das Cleanen der Blinker, Dachantenne, Seitenleisten und der Heckklappe war eher einfach im Vergleich zu den Türgriffen. Christian entschied sich, auf der Fahrerseite eine Ecke aus der Tür zu schneiden um diese öffnen zu können und das O.K. vom TÜV zu kriegen. Von uns hat er es sowieso! Text: B. Hipler, Fotos: J. Miranda
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